Eh da-Flächen

Der Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Die Suche nach Flächen, die ökologisch hochwertiger gestaltet werden können, führt zwangsläufig auch zu sogenannten „Eh da-Flächen“. Das sind Flächen, die „eh da“ sind, also in der Landschaft oder im Siedlungsbereich bereits vorhanden, ohne einer konkreten landwirtschaftlichen oder naturschutzfachlichen Nutzung zu unterliegen. Zum Beispiel kann artenreiches Grünland entwickelt werden, Totholz und Lesesteinhaufen angelegt werden oder Rohboden-Lebensräume erhalten werden.

Dabei steht besonders die Flächenaufwertung für blütenbesuchende Insekten, wie Wildbienen, und die geeignete Vernetzung von Brut- und Sammellebensräumen (kombinierte Lebensräume) im Vordergrund. Die Vernetzung ist besonders wichtig, da Wildbienen nur geringe Distanzen zwischen Brut- und Sammellebensräumen zurücklegen können. Diese können je nach Art nur wenige hundert Meter betragen.

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