LEV lud Ansprechpartner der Mitgliedskommunen zum Austausch ein

Das Foto zeigt die Teilnehmer des Austauschtreffens an der Projektfläche bei der Burg Steinsberg in Sinsheim.

In Gesprächen mit Ansprechpartnern unserer Mitgliedskommunen zeigt sich mitunter, dass sie untereinander wenig vernetzt sind und sich im Rathaus oft als Einzelkämpfer in Sachen Natur- und Umweltschutz fühlen. Dabei muss ja nicht jeder und jede das Rad neu erfinden – die Erfahrung und das Fachwissen anderer können die eigene Arbeit erheblich erleichtern. Daher lud der LEV zu einem Austausch Anfang Juli ein. Das Interesse war groß; letztlich folgten die Vertreter von knapp der Hälfte unserer Mitgliedskommunen der Einladung.

In der kurzen Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass dieser Kreis recht unterschiedlich ist. Während einige Städte für den Natur- und Umweltschutz eine studierte Fachkraft beschäftigen, wird dieses Themenfeld in anderen Kommunen gemeinsam mit Klimaschutz, Grünflächenmanagement oder Bauamtsangelegenheiten abgedeckt. In manchen kleinen Gemeinden ist es sogar Chefsache. Unter den Teilnehmenden waren alte Hasen und Fachleute ebenso vertreten wie Neulinge und Verwaltungskräfte, außerdem Praktikanten und FÖJler.

Katrin Naumann vom LEV moderierte den ersten Teil des Treffens. Zunächst wurde das Thema Öffentlichkeitsarbeit erörtert, bevor Miriam Balleis von einem Low-Budget-Projekt aus Eppelheim berichtete, in dessen Verlauf auch die Verwaltung für das Thema Naturschutz sensibilisiert wurde. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden über die mögliche Unterstützung durch Ranger und FÖJler aus. Lösungsansätze zum Umgang mit aufgelassenen Grundstücken zeigte Jaqueline Geiger vom GVV Rauenberg auf. Rechtliche Grundlagen und praktische Erfahrungen anderer Kommunen kamen zur Sprache. Danach beleuchtete Marion Sauler vom LEV das Thema FFH-Mähwiesen, warb dafür, dies bei Jagdpächtern bekannt zu machen, und wies auf das Angebot der Streuobstpädagogen für Schulen hin.

Nach der nötigen Pause und Stärkung mit Getränken, belegten Brötchen und Kuchen ging es mittels Fahrgemeinschaften auf den Hausberg Sinsheims, den Steinsberg. Judith Petermann und Nadja Salzmann schildeten, wie die Stadt Sinsheim und der LEV gemeinsam die einst verbuschten Flächen durch Beweidung zu artenreichem Grünland entwickeln.  Auch die hohe Bedeutung für die Naherholung haben dabei beide Partner im Blick. Der zufällig anwesende Tierhalter informierte die Gruppe gern über den Einsatz von Schafen und Ziegen. Die Kreisbeauftragte für Obst- und Gartenbau, Andrea Schemel, berichtete über die dortigen Streuobstwiesen mit bedeutendem Bestand an Kirschbäumen und über Ausbildung und Einsatz der Baumwarte bzw. LOGL-geprüften Obst- und Gartenfachwarte. Frau Salzmann ging auf einen Kurs des LEV zum Thema Heckenpflege ein, in dem die Belange von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz herausgearbeitet wurden.

Das Austauschtreffen kam bei den Teilnehmenden gut an. Der LEV wird seine Ansprechpartner darüber hinaus gerne mit einer Kontaktliste und einem E-Mail-Verteiler für Infos und Pressemitteilungen unterstützen. Auf Wunsch wird es auch weitere Treffen geben.

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