Das Äskulapnatter-Projekt

im südlichen Odenwald

Die um einen Stab gewundene Äskulapnatter als Symbol kennt jeder von den Logos der Heilberufe. In natura kann man ihr in Baden-Württemberg nur im südlichen Odenwald begegnen – die größte Schlange Deutschlands ist eine echte Rarität! Sie gilt als „stark gefährdet“ und ist als FFH-Art gelistet.

Die friedfertige Äskulapnatter kann gut klettern und liebt es feuchtwarm. Man findet sie vor allem in den für den Odenwald typischen Bachtälern. Ideal für sie sind die Trockenmauern, die Wiesen und Streuobstflächen terrassieren. Sie lebt gern in der Nähe des Menschen, sucht Unterschlupf in Komposthaufen, Schuppen und Holzstößen und überwintert auch mal in Kellern und Kabelschächten.

Die 1997 gegründete Arbeitsgemeinschaft Äskulapnatter fördert die Fortpflanzung des Reptils. Sie hat mittlerweile Dutzende mit Sägespänen oder Dung gefüllte Eiablagestellen errichtet, kombiniert mit Holzstößen als Tagesversteck. Zählungen von Schlangen und geschlüpften Gelegen belegen den Erfolg der Bemühungen.

Der LEV arbeitet seit Jahren intensiv mit der AG Äskulapnatter sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises zusammen. Er unterstützt die Schlangen durch die Pflege ihrer Lebensstätten, etwa durch Freistellung überwucherter Trockenmauern und Lesesteinriegel, die Entbuschung zugewachsener Streuobstwiesen, die Offenhaltung von Bachtälern und deren Beweidung oder schonende Mahd.

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