Heddesheim gehört zu den ganz wenigen Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis, in denen das Rebhuhn noch vorkommt. Der Vogel des Jahres 2026 ist inzwischen sehr selten geworden und gilt in Baden-Württemberg sogar als vom Aussterben bedroht. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie es um den Bestand vor Ort steht. Dafür werden engagierte Freiwillige gesucht, die Lust haben, aktiv beim Naturschutz mitzuhelfen.

Das Rebhuhn ist ein typischer Bewohner der früheren Kulturlandschaft. Es braucht kleinstrukturierte Agrarflächen mit Büschen, Staudensäumen und offenen Bodenstellen. Diese Lebensräume werden jedoch immer seltener. Seit einigen Jahren setzt sich deshalb der Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar e.V. (LEV) gemeinsam mit der Gemeinde Heddesheim, ortsansässigen Landwirten, dem Verein der Vogelfreunde und -Pfleger 1960 e.V., der BUND-Ortsgruppe Heddesheim, Jägern, Imkern und dem Sport-Fischer-Verein 1973 für den Schutz des Rebhuhns ein.

Ein wichtiger Baustein ist die jährliche Bestandszählung vor Beginn der Brutzeit, die in Kooperation mit der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg durchgeführt wird. Dabei gehen die Teilnehmenden eine festgelegte Strecke im Gelände ab und spielen über einen Lautsprecher den Ruf des Rebhahns ab. Antwortet ein Hahn, wird der Standort auf einer Karte vermerkt. So entsteht ein Überblick über die Verteilung der Reviere und die Anzahl der Tiere.

Wer Interesse hat, kann in diesem Jahr erstmals auch ohne Vorerfahrung teilnehmen. Mitmachen können alle, die gut zu Fuß sind, auch Familien mit größeren Kindern. Die Kartierung findet an zwei Abenden in der Dämmerung statt. Zunächst gibt es eine kurze Einweisung im Vereinshaus der Vogelfreunde und -Pfleger 1960 e.V. im Brunnenweg 9 in Heddesheim. Anschließend geht ins Gelände und entlang festgelegter Routen werden die Rebühner erfasst. Die gesammelten Ergebnisse werden am Ende abgegeben. Der Zeitaufwand beträgt insgesamt etwa zwei Stunden.

Die Rebhuhnkartierung erfolgt an 2 Terminen. Dafür wurden im Vorfeld drei Termine im März 2026 abgestimmt: 5., 12. und 19. März, jeweils donnerstags. Einer der drei Termine dient als Ausweichtermin bei schlechtem Wetter. Bei Regen, Schnee oder starkem Wind muss die Kartierung kurzfristig abgesagt werden. Aufgrund der Planung ist jedoch eine verbindliche Anmeldung beim LEV erforderlich, telefonisch oder per E-Mail, mit Angabe der möglichen Termine. Eine Teilnahme ist auch an nur einem Termin möglich. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden weitere Informationen und praktische Hinweise, etwa zur Installation des Rebhahnrufs auf dem eigenen Handy.

Neben dem Handy werden wetterfeste Kleidung, eine Uhr sowie nach Möglichkeit ein Fernglas und eine Stirn- oder Taschenlampe empfohlen. Optional kann auch eine Kamera mitgebracht werden. Wer Lust hat, Natur hautnah zu erleben und einen konkreten Beitrag zum Artenschutz in Heddesheim zu leisten, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Verbindliche Anmeldung und Infos bei: Katrin Naumann unter Katrin.Naumann-LEV@rhein-neckar-kreis.de oder 0162 – 2646 426.